"HIGH-SCHOOL" Westfalen: Der Fachhandel für Drachen, Gleitschirme, Zubehör. Ausbildung, Reisen, Packservices.

Ausbildung

                                                                                                                                                   Stand: Januar 2023

 

Gleitsegel sind fußstart- und -landefähige Luftsportgeräte. Die grundsätzliche und ältere Startart ist daher auch der sogenannte "Hangstart". Das Erlernen dieser Startart ist zwingender Bestandteil der Grundausbildung. Um ein Gefühl für die Abläufe und Einwirkungsmöglichkeiten des Piloten auf das Fluggerät beim Fußstart zu entwickeln, ist das Team der Flugschule Westfalen nach wie vor davon überzeugt, dass der erste Schritt der Grundausbildung am Übungshang erfolgen soll. Dadurch soll gewährleistet sein, dass der Schüler am Anfang seiner Ausbildung mit sowenig Equipment konfrontiert wird wie möglich. Auch bleibt der Flugschule die Möglichkeit zu erkennen, welcher Schüler mit mehr Technik (z.B. Schleppklinke) und dem Faktor "frühe Höhe" im frühesten Stadium der Ausbildung überfordert sein könnte. Die Flugschule hat sich daher für die Startart "Windenschlepp" als zweite Ausbildungsstufe bzw. mögliche Ergänzung zur Grundausbildung entschieden. Unser Prinzip gilt: ... "Erst an den Übungshang und dann ans (Windenschlepp-) Seil" und nicht: ... "Erst ans (Windenschlepp-) Seil und dann an den Übungshang". Erfahrungsgemäß leisten die Schüler den Windenschlepp als zweite Stufe 'routinierter', mit weniger innerer Anspannung und dadurch nicht zuletzt viel bewusster und letztlich auch genussreicher und vor allem weniger unfallgeneigt.

Schließlich sollte die Ausbildung zum gereiften Piloten nicht im Hau-Ruck-Verfahren stattfinden. Der Faktor Zeit muss jedem Schüler idividuell ausreichend zugeordnet werden (Binnendifferenzierung). Unsere Erfahrung hat auch gezeigt, dass auch Schüler, die sich am Anfang ihrer Ausbildung gelegentlich etwas schwerer tun, später ganz hervorragende Piloten/innen sein können. Der Einsatz der Schleppwinde für die Fortbildung hat sich bereits seit Jahren bestens bewährt und ist etablierter Bestandteil des Ausbildungsprogramms.

Die Flugschule Westfalen unterscheidet sich aufgrund der geografischen Lage von beispielsweise Flugschulen im Hochgebirgsbereich nicht zuletzt dadurch, dass weitestgehend keine zusammenhängenden 14-Tage-Komplettkurse angeboten werden, da die Teilnehmer nicht - von weit herkommend - im hiesigen Raum Urlaub machen und parallel dazu eine Flugausbildung absolvieren. Vielmehr nutzen die Teilnehmer den großen Vorteil, bei geeigneten Witterungsbedin-gungen täglich anreisen zu können oder auch nur kurzfristige Übernachtungen in Kauf nehmen zu müssen. Zusammen-hängende Schönwetterphasen für eine Komplettausbildung sind die Ausnahme im nördlicheren Teil Deutschlands. Eine gesplittete Teilnahme lässt eine große Beweglichkeit der Teilnehmer zu. Die Zeit der Kursteilnahme kann individuell mit der Flugschule abgestimmt werden. Hat man einen Kursus im benachbarten Ausland begonnen, aber nicht beendet, fährt man nicht mal eben nach Frankreich, in die Schweiz, nach Italien, Sowenien oder in ein anderes Land, um den "Rest" der Ausbildung zu durchleben. Bei Regen und Starkwind muss nicht selten die Zeit, während derer man nunmal vor Ort ist und wegen nicht fliegbaren Wetters keine praktische Ausbildung durchgeführt werden kann , 'kaputtgeurlaubt' werden.

Teilnehmer beispielsweise aus Hamburg, Berlin oder aus dem Rheinland können in unmittelbarer Nähe zu den Übungshängen Quartier in der Pension Weber (Holzhausen-Externsteine) oder dem Hotel Rehkitz (Ascheloh/Halle-Westf.) nehmen.  Nutzen auch Sie die Gelegenheit, in der Nähe ihres Wohnsitzes oder vorübergehenden Aufenthaltsortes (Besuch bei Freunden oder Verwandten)  ausgebildet zu werden. Ein weiterer Vorteil liegt darin, parallel zur Ausbildung zu erfahren, in welchen Geländen bzw. Schleppgeländen nach Erhalt des A-Scheins sozusagen in der heimischen Umgebung geflogen werden kann. Wir freuen uns auf Sie und Dich und Euch.