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Erfahrungsbericht von Martin Drachen-Hangstart

Ausbildung Rückwärts

 

Ich habe das Drachenfliegen auf eher unkonventionelle Weise kennengelernt. Zunächst habe ich Ultraleicht und dann Segelfliegen gelernt bis mich dann das Drachenfieber gepackt hat. Anders als vielleicht in den meisten Flugschulen üblich, habe ich mit dem Windenstart und UL-Schlepp angefangen. Der Fußstart kam später dazu. Und nun nach fast 4 Jahren Drachenflugerfahrung wollte ich auch endlich einmal lernen vom Hang zu starten.

 

Bei der Suche nach einem Übungshang im norddeutschen Raum (oder wenigstens in der Nähe) bin ich dann auf Udos Flugschule gestoßen. Kurz telefoniert und am darauffolgenden Wochenende ging es auch schon los.

 

Leider war der erste Schulungstag verregnet und ist im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen. Somit hieß es sich die Zeit vertreiben und die Umgebung kennenlernen., einen ersten Eindruck vom Übungshang verschaffen und schon einmal staunen, ob ich das wohl mit meinem Starrflügler Atos VQ schaffe.

 

Sonntag war es dann so weit und wir, mehrere Gleitschirmschnupperkursler und ich als einziger Drachenflieger, trafen uns mit Udo am Übungshang. Ich baute früh auf, damit ich möglichst viele Starts schaffe. Doch Udo hatte andere Pläne für mich. Mein eigener Drachen musste erst einmal warten, denn mit einem wahren „Oldtimer“ sollte es in die Luft gehen. Der Bergfalke, ein Flex aus den 80er Jahren, sollte mein Schulungsgerät sein. Schon als wir ihn vom Auto hoben, war ich überzeugt, denn das Gewicht sprach für sich.

 

Nach einer gründlichen Einweisung und kurzer Flexschulung durch Udo ging es ab an Start. Zunächst Laufübungen aus geringer Höhe, um das Gerät kennenzulernen. Bereits nach den ersten Metern merkte man, dass der Bergfalke ein gutmütiger Drachen ist, der sich aber doch sehr von meinem gewohnten Gerät unterscheidet. Allein das Gewicht ist wohl ein Grund, warum man Starrflügler nur selten am Übungshang trifft. Mit dem Bergfalken war es jedoch erträglich immer wieder aufs Neue den bis zu 50 Meter hohen Hang hinaufzulaufen.

 

Besonders auf den viel steileren Anstellwinkel im Vergleich zum Atos musste ich achten. Udo sah sich jeden Start genau an und korrigierte mich gegebenenfalls über Funk, sodass ich von Start zu Start besser wurde. Am Ende des Tages durfte dann auch mein Atos mal an den Start.

 

Nach den ersten Laufübungen zeigte sich schon, dass das Gelände mit so einem Gerät „klein“ werden kann. Was nach ein paar Starts leider zu einer Bruchlandung führte. Ich bin froh, dass es mir in Udos Kurs passiert ist, statt später irgendwo in den Alpen. So hatte ich die Möglichkeit meine Fehler über Fotos und Videos und natürlich auch im Gespräch mit Udo auszuwerten.

 

Für mich war dieses Wochenende, trotz kleinem Unfall, ein voller Erfolg und ich kann nur jedem raten, der wenig am Hang startet oder unregelmäßig fliegt, solche Refresher-Kurse zu besuchen. Danke an Udo für den aufschlussreichen Tag.

 

Martin Koch